Die Kunst in der Lutherkirche

Die Lutherkirche wurde 1937 gebaut und ist seinerzeit mit Kunst ausgestattet worden, die dem völkisch-nationalistischen Zeitgeist entsprach.

 

 

Zu den Werken gehören:

Die sogenannte "Deutsche Familie" des Holzbildhauers Otto Flath stand auf dem Altar.

In der Eingangshalle wurde eine Neuinszenierung eines Heldenehrenmals von Erich Klahn mit einer weiteren Skulptur von Flath "Trauernde Frauen" vorgenommen.

Ein Lutherrelief von Fritz Behn befindet sich am Eingang zur Kirche.

 

Der Taufstein von Walter Jahn wurde der Gemeinde anlässlich des Kirchneubaus geschenkt und lässt sich nicht der nationalistischen Kunst zuordnen.

 

Nach dem Krieg bis heute ist es zu Umgestaltungen und Ergänzungen gekommen:

Die Urne des hingerichteten Pastors Karl Friedrich Stellbrink wurde 1949 unweit des Heldenehrenmals beigesetzt und mit einer Urnenplatte versehen.

Die "Deutsche Familie" ist heute Bestandteil der Installation "Reflexion" von Werner Mally, der auch den Altarraum umgestaltet hat.

Ebenso von Mally stammt die Skulptur "Conspirare", die im Eingang zur Ausstellung aufgestellt worden ist und das Thema der Altargestaltung noch einmal wieder aufnimmt.

 

Eine umfassende Darstellung zum Umgang mit der nationalistischen Kunst finden Sie hier

 

Der Altarraum und die Deutsche Familie

Die sogenannte Deutsche Familie

Auf dem Altartisch befand sich eine übermannsgroße Skulptur des Bildhauers Otto Flath, die "Deutsche Familie" benannt wird. Die Figuren standen unter einem mächtigen Eichenkreuz ohne Korpus. Sie entsprach dem nationalsozialistischen Idealbild einer vielköpfigen Familie. 1990 hatte der damaligen Kirchenvorstand beschlossen, die Figuren in den Seiteneingang der Kirche zu stellen, so dass das nackte Kreuz nun den Altarraum prägte - und optisch verkürzte.

 

Die Kirche bei der Einweihung 1937

2014 wurde ein Künstlerwettbewerb zur Neugestaltung des Altarraums ausgeschrieben, den der Münchner Künstler Werner Mally für sich entscheiden konnte. Der von ihm realisierte Entwurf sah ein Fresko in Form einer warmtonigen Ellipse vor, in der sich zwei Kreise überschneiden. Dies kann als Symbol für die ökumenische Begegnung der beiden Konfessionen gedeutet werden. Eine davor gehängte Pendel-Installation sorgt für ein Eindruck steter Bewegung und Erneuerung. Ein kleines Eichenkreuz auf dem Altar öffnet sich zu dem Wandbild hin.

 

 

Die Figurengruppe im Seiteneingang hat der Künstler umgedreht und vor eine Spiegelwand gestellt. Diese Inszenierung erhielt den Titel "Reflexion". Der Betrachter wird so zu einer Betrachtung eingeladen, bei der auch das eigene Spiegelbild in der Auseinandersetzung mit der Figurengruppe zum Thema werden kann.

Führung durch die Gedenkstätte

03. Juni 14.30 Uhr

(geöffnet 14-16 Uhr)

Führung durch die Gedenkstätte

01. Juli 14.30 Uhr

(geöffnet 14-16 Uhr)

Hier finden Sie uns

Gedenkstätte Lutherkirche

Moislinger Allee 96

23558 Lübeck

Öffnungszeiten

Mittwoch und Freitag

von 14.00 bis 16.00 Uhr

 

jeden 1. Samstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr

mit Führung um 14.30 Uhr

 

und nach Vereinbarung

Anfahrt

Buslinien 5, 6 und 16 Haltestelle „Lutherkirche“

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